• Internistische Gemeinschaftspraxis

  • Zertifiziert nach KPQM 2006
  • Dr. med. Christoph Rother

  • Facharzt für Innere Medizin, Diabetologie
  • Dr. med. Christina Darsow

  • Fachärztin für Innere Medizin, Gastroenterologin
  • # Diabetologie
  • # Hepato - Gastroenterologie
  • # Amtliche Gelbfieber - Impfstelle
  • # Weiterbildungsermächtigung
    FA Innere, Allgemein Medizin
  • # Zertifizierte Tabakentwöhnung

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Schwerpunkte Schilddrüse

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Schilddrüse

Untersuchungsmethoden

Die Funktionsfähigkeit und Gesundheit der Schilddrüse lässt sich durch eine Kombination von optischen Verfahren (Ultraschall und Farbduplex), mikroskopischen Untersuchungen des Schilddrüsen-Gewebes und Labor-Untersuchungen der Blutwerte kontrollieren.

Sonographie (Ultraschall-Untersuchung)

Die Sonographie ist eine Untersuchung des Körpers durch Schallwellen. Dies erlaubt eine schmerzlose und nebenwirkungsfreie Schnittbild-Darstellung zahlreicher Organsysteme.

Die Schilddrüse laßt sich nur mit hochauflösenden Schallköpfen in allen Organteilen einschließlich der umgebenden Strukturen in großer Genauigkeit darstellen. Gesundes, entzündliches, knotiges und auch tumorverdächtiges Gewebe sind so voneinander zu unterscheiden.

Wir befassen uns bereits seit vielen Jahren mit dem Organ Schilddrüse. In den letzten Jahren hat die Sonographie einen zunhemenden Stellenwert in der Untersuchung der Schilddrüse erzielt.

Farbduplex-Verfahren

Das Farbduplex-Verfahren ist eine spezielle Art der Ultraschalluntersuchung. Im Gegensatz zur schwarzweißen Darstellung der "normalen" Sonographie lassen sich bewegliche, insbesondere fliessende Strukturen in verschiedenen Farben abbilden. Auf diese Weise kann man die Durchblutung und den Funktionsgrad des Schilddrüsengewebes beobachten und beurteilen. Indirekt sind Rückschlüsse auf den Entzündungsgrad und mitunter auch auf die Gut- oder Bösartigkeit von Gewebeveränderungen möglich.

Falls eine Operation notwendig wird, ermöglicht das Farbduplex-Verfahren die exakte Identifikation der kranken und daher zu entfernenden Organteile. Das Ziel ist es, soviel gesundes, funktionsfähiges Gewebe wie möglich zu erhalten. Nach der Operation können wir mit Hilfe der Sonographie den Operationserfolg und die Operationsqualität genau beurteilen.

Feinnadel-Punktion (Entnahme von Gewebeproben)

Die Feinnadel-Punktion erlaubt eine differenzierte Überprüfung des optischen Befundes. Dabei wird unter Ultraschallsicht mit einer dünnen Nadel Material zur mikroskopischen Untersuchung entnommen. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel klären, ob ein Knoten oder eine andere Organveränderung im Körper belassen und beobachtet werden kann oder ob eine Operation beziehungsweise eine Radiojod-Therapie notwenig sind.

Eine Punktion der Schilddrüse verursacht nicht mehr Schmerzen als eine normale Blutentnahme. Der Vorgang dauert höchstens 2-3 Minuten. Die Gefahr einer Verletzung der Nachbarorgane ist extrem gering. Die immer wieder geäußerte Befürchtung, dass bei einer Punktion Tumorgewebe verschleppt werden könnte, hat sich als grundlos erwiesen.

Die Analyse der Gewebeprobe wird dann in einem Speziallabor durchgeführt. Wir kooperieren seit über 24 Jahren mit dem Pathologischen Institut Prof. Citoler Nachf., Köln.

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Laboruntersuchungen bei Erkrankungen der Schilddrüse

Das Hormon TSH, gebildet von der Hirnanhangsdrüse, steuert die Schilddrüse und steht bei der Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen im Mittelpunkt. Wenn sich für TSH abnormale Werte zeigen, werden ergänzend die eigentlichen Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 bestimmt.

Der TPO- und TRAK-Test ermöglcht den Nachweis Autoantikörpern im Blut (Eiweisstoffe welche sich gegen eigene Organe richten) als Zeichen einer Autoimmunthyreoiditis.

Eine beschleunigte Blutsenkung und ein erhöhter CRP-Wert können Hinweis auf eine Schilddrüsen-Entzündung sind.

Bei Verdacht auf eine Krebserkrankung der Schilddrüse werden Tumorparameter getestet, zum Beispiel das Thyreoglobulin.

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Schilddrüsen-Erkrankungen: Symptome und Therapie

Struma (Schilddrüsen-Vergrößerung / "Kropf")

Die einfache Struma (der sogenannte "Kropf") ist eine Schilddrüsenvergrößerung ohne Funktionsstörung. In der Regel ist sie eine Folge von Jodmangel - wie er in unserer Region jahrhundertelang verbreitet war. Die Führung und Behandlung einer einfachen Struma erfordert nur in Ausnahmefällen nach Diagnosestellung einen Spezialisten.

Knotenstruma

Die Knotenstruma - das heißt: eine Schilddrüsen-Vergrößerung mit knotiger Gewebe-Veränderung - ist im Gegensatz zur einfachen Struma immer Grund für die überweisung zum Spezialisten, vor allem, um zu entscheiden: Kann der Knoten vorerst im Körper belassen und beobachtet werden oder sind eine Operiation oder Radiojod-Behandlung notwendig.

Durch Medikamente lassen sich Knoten nicht beseitigen. Die Knotenstruma kann mit einer normalen Schilddrüsenfunktion einhergehen. Sie kann aber auch in Verbindung mit einer Funktionsstörung (über- oder Unterfunktion) verbunden sein.

Wenn der Knoten eine Zyste ist oder flüssiges Blut enthält, lässt sich das Problem zuweilen durch eine einfache Punktion lösen. Dabei wird die enthaltene Flüssigkeit mit einer feinen Nadel entnommen und der Knoten beseitigt. Gelegentlich sind dazu mehrere Behandlungen erforderlich.

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Die Schilddrüsenunterfunktion beschreibt den Zustand, bei dem zu wenig Schilddrüsenhormone produziert wird. Die Schilddrüse ist dazu nicht in der Lage, weil sie entzündet oder geschrumpft ist oder wenn nach einer Operation zu wenig Restgewebe verblieben ist.

Ein erhöhter TSH-Wert im Blut signalisiert, dass die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) versucht, die Schilddrüse zur Arbeit anzuregen. Die Konzentration des Schilddrüsenhormons fT4 sinkt ab.

Symptome einer Schilddrüsen-Unterfunktion sind Müdigkeit mit nervöser Unruhe, Depression, Gewichtszunahme, ansteigendes Cholesterin, Muskelschwäche, Frösteln, Kälteempfindlichkeit und die Unfähigkeit, Fieber zu bekommen.

Die Therapie besteht im feindosierten Ersatz des Hormondefizits durch künstlich hergestellte, naturidentische Schilddrüsenhormone, die dafür sorgen, dass der erhöhte TSH-Wert sich normalisiert.

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Eine Schilddrüsenüberfunktion bezeichnet einen Zustand, in dem zuviel Schilddrüsenhormon im Körper kreist.

Ein zu niedriger TSH-Wert im Blut signalisiert, dass die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ihre Steuerung der Schilddrüse zurückgenommen hat, da im Blut die Konzentration des Schilddrüsenhormons fT3 ansteigt. In späteren Krankheitsphasen kann auch fT4 erhöht sein.

Körperlich zeigt sich die Überfunktion durch Zittern, Schwitzen, Nervosität, Herzrasen, Gewichtsverlust, Durchfall und erhöhte Temperatur. Bei ohnehin nervösen Menschen kann sich die seelische Angespanntheit bis zur Psychose steigern. ältere Menschen fallen durch Bewusstseinsstörungen auf: sie wirken "durcheinander".

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann unterschiedliche Ursachen haben.

Autonomes Adenom

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann zum Beispiel ausgelöst werden, wenn ein Knoten in der Schilddrüse autonom (selbständig) wird und unkontrolliert Hormone produziert. Man nennt diese Knoten auch ein autonomes Adenom.

Bei der Duplex-/Farbdoppler-Untersuchung erkennt man einen solchen Knoten am typisch leuchtenden Ring um den Knoten herum. Im Schilddrüsen-Szintigramm speichert ein solcher Knoten vermehrt das zur Markierung verwendete Radionuklid.

Achtung! Röntgen-Untersuchungen mit Jod-Kontrastmitteln (zum Beispiel: Computertomographie, Herz- und Gefäßkatheterisierung, Nieren- und Gallenuntersuchung) dürfen bei Patienten mit autonomen Adenomen nicht durchgeführt werden. Sie bergen ein gefährliches Risiko. In Reaktion auf das Jod-Kontrastmittel kann es innerhalb weniger Tage zu einer toxischen Krise kommen - das heißt: einer Vergiftung mit körpereigenem Schilddrüsenhormon.

Ein autonomes Adenom muss aus der Schilddrüse entfernt werden. Dazu wird die Schilddrüsen-Funktion zunächst durch Medikamente normalisiert. Diese Behandlung erfordert eine sehr genaue, engmaschige Kontrolle von Medikamentendosis und Behandlungserfolg, die wir Ihnen als erfahrene Spezialisten garantieren. Anschließend kann das autonome Adenom durch eine Operation oder eine Radiojod-Therapie entfernt werden.

BASEDOW- Erkrankung

Eine weitere wichtige Form der Schilddrüsenüberfunktion entsteht durch die BASEDOW- Erkrankung. Bei dieser Autoimmunkrankheit treiben Antikörper die gesamte Schilddrüse in einen Entzündungsprozess, der mit erhöhter Produktion von fT3 und fT4 einhergeht. Die Schilddrüse schwillt an und wird bei schlanken Personen deutlich sichtbar. Im Stetoskop hört man eine deutliches Schwirren und Sausen (das sogenannte "Nonnensausen").

Die BASEDOW-Krankheit erfordert eine fein abgemessene und durch engmaschige Kontrollen überprüfte Medikamententherapie von erfahrener Hand. Falls die Medikamententherapie nicht die gewünschte Wirkung zeigt, muss die Schilddrüse fast vollständig entfernt werden. Alternativ kann das Organ auch bei dieser Form der Schilddrüsenüberfunktion durch eine Radiojod-Therapie behandelt werden.

Bei Frauen - besonders bei Raucherinnen - hat die BASEDOW- Erkrankung häufig Auswirkungen auf die Augen: Diese scheinen außergewöhnlich groß zu werden, die Lider treten zurück, die Bindehäute sind gerötet. Der Druck hinter den Augen erhöht sich und verursacht einen Dauerkopfschmerz hinter der Stirn. Wenn eine solche endokrine Orbitopathie vorliegt, muss schnell gehandelt werden! Je länger man wartet, um so schlechter sind die Behandlungserfolge. Und: ein Augenarzt kann an der Situation nichts ändern!

Die Therapie dieser durch die Schilddrüsenfehlfunktion verursachten Augenkrankheit ist die Bestrahlung des Augenlagers, meistens in Verbindung mit einer Kortison-Therapie, um den Entzündungsprozess zum Stillstand zu bringen. Wir arbeiten hier mit erfahrenen Bestrahlungstherapeuten zusammen.

Schilddrüsenentzündung

Eine fast immer von selbst endende Form der Überfunktion kann im Rahmen einer Schilddrüsenentzündung entstehen, zum Beispiel bei der HASHIMOTO-Autoimmunthyreoiditis. Dabei produziert das Immunsystems Abwehrstoffe (Antikörper), die gegen den eigenen Körper gerichtet sind. Die HASHIMOTO- Thyreoiditis ist oft mit einer allmählichen Schrumpfung des Organs verbunden. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann daher eine Unterfunktion entstehen.

Schilddrüsenkrebs

Zunächst die wichtigste Mitteilung: Schilddrüsenkrebs ist sehr selten. Obwohl wir in den vergangenen Jahren eine sehr große Zahl von Schilddrüsenpatienten behandelt haben, waren darunter äußerst wenige Patienten mit Schilddrüsen-Krebs, konkret: maximal ein Patient pro Jahr. Alle bei uns neu entdeckten Krankheitsfälle konnten geheilt werden. Eine wichtige Grundlage für diese hohe Erfolgsquote ist die konsequente Praxis, unklare oder verdächtige Knoten so früh wie möglich durch die Feinnadelpunktion zu untersuchen.

Die Entdeckung von Schilddrüsenkrebs erfolgt fast immer zufällig. Das heißt: Patienten haben keine Symptome und kommen nicht, um einen bestehenden Verdacht abzuklären, sondern lassen die Schilddrüsenuntersuchung aus anderen Gründen durchführen. In späten Fällen der Erkrankung ist der Anlass für eine Untersuchung oft die Suche nach den Ursachen eines geschwollenen Lymphknoten.

Die Behandlung von Schilddrüsenkrebs erfolgt immer zunächst operativ in einem Zentrum für Schilddrüsentumoren, anschließend wird je nach Größe des Tumor eine Radiojodtherapie vorgenommen. Die Nachsorge kann hier in der Praxis erfolgen. Je nach Art des bösartigen Gewebes ist die Prognose gut bis sehr gut.

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Methoden zur Beseitigung von Schilddrüsenknoten

Operation

Sie erfolgt heute gezielt je nach klinischem, laborchemischem und sonographischem, ggf. auch szintigraphischem Befund, d.h. maßgeschneidert. Ohne Narbe im Kragenausschnitt geht es leider nicht. Je nach verbliebener Größe des Restorganes ist nach der OP die dauerhafte Einnahme von Schildddrüsenhormonen erforderlich. Die erste Routine- Sonographie nach der OP sollte drei Monate später erfolgen.

Radiojod-Therapie

Hier wird das biologische Verhalten der Schilddrüsenzellen, Jodid zu speichern, ausgenutzt, um mit Hilfe radioaktiver Substanzen, zumeist Jod-131, die überaktiven Zellstrukturen auf Dauer stillzulegen. Diese Methode bietet sich besonders bei "heissen" Knoten und Gewebe mit Überfunktion an. Das Verfahren ist sicher, ausschließlich auf die Schilddrüse begrenzt und frei von Nebenwirkungen. Die Einnahme von jodhaltigen Medikamenten muss mindestens drei Monate vor Behandlungsbeginn beendet werden. In Deutschland erfolgt die Radiojod-Therapie auf speziellen nuklearmedizinischen Stationen, die man während 3-7 Tagen nicht verlassen darf. Wir kooperieren am häufigsten mit dem Knappschaftskrankenhaus in Dortmund-Brakel.

Wenn die Schilddrüse nach der Behandlung nicht mehr in der Lage ist, genügend Schilddrüsenhormon zu produzieren, muss dieses danach lebenslang in Form von Tabletten zugeführt werden.

Informationen zur Schilddrüse und Schilddrüsen-Erkrankungen im Internet

(Quellen: Medizinischer Informationsdienst von Medicine Worldwide, Berlin; Jodmangel - Arbeitskreis Jodmangel, Groß-Gerau; Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow - Dr. Leveke Brakebusch und Prof. Dr. Armin Heufelder, München)

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Selbsthilfe-Gruppen und nicht-gewerbliche Informationsportale

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